Uni-streunen
Heute meine Uni wieder ein bisschen besser kennengelernt - und zwar nicht beim Hörsaalsuchen, sondern beim Versuch eine Karte für den Photovortrag "Am Jakobsweg" im Audimax zu ersteigern.
Uni von hinten: unerwartete Zeichnungen, dort wo Fenster sein sollten
Uni durch Seiteneingang: unterirdische, verwinkelte Gänge <-> verschwenderisch hohe, riesige Hallen; breite, geschwungene Treppen <-> kleine Hinterhofstufenaufgänge; klassenzimmerähnliche, schlichte Unterrichtsräume <-> prunkvolle Wandverzierungen und Büsten rund um den Uni-hof. Mitten drin: ein buntes Gewusel bildungshungriger, strebsamer Studenten (mich inklusive *freu*)
Das Ganze hoffentlich auch bald "in Farbe und Bunt", wenn ich meinen Photoapparat wiedererlange.... *sehnsucht*
Auch bei den Vorlesungen fühle ich mich - nach knapp 2 Wochen - schon wie ein alter Hase ;-)
Das Prinzip ist immer das selbe:
1. VO aus dem Internet suchen (inkl. Unterlagen, Kommentaren zum Vortragenden und der Vorlesung im allgemeinen, Mitschriften, Gebäudeplänen mit eingezeichneten Hörsälen, uswusf (und so weiter und so fort),... kurz: eine Fülle von nützlichen Informationen -> in dieser Hinsicht ist Internet einfach unersetzbar praktisch - ich möchte kein Student vor 10 Jahren gewesen sein... ist ja ohnehin jetzt auch noch eine Rennerei, aber früher... ohne die Verlinkung abertausender sich gegenseitig im täglichen Uni-überlebenskampf unterstützender, zusammenhaltender Mit-Studierender... will gar nicht dran denken!)
2. Hundertmal nachprüfen, ob die VO eh nicht geändert, verschoben, vorverlegt, umgesiedelt oder was auch immer wurde, und ob man auch ganz sicher zum richtigen Gebäude/Hörsaal pilgert
3. Unterlagen ausdrucken, ein bisschen einlesen (dabei hoffen, dass man nach der Vorlesung auch ein paar andere Wörter ausser "Bahnhof" aus den Folien entziffern kann ;-))
und schliesslich 4. nicht allzuspät auftauchen (was vor allem bei Vorlesungen um 7:30 und 8:00 eine challenge ist), damit man noch einen Platz bekommt.
Die VOen selber, 5., könnten gar nicht unterschiedlicher sein - von "hey, das ist superinteressant" bis zu "was genau will der Typ uns damit sagen??" kann alles vorkommen - diese Skala ist natürlich in Abhängigkeit des Themengebietes zu sehen, jedoch zu einem viel grösseren Teil bestimmt durch die Person des Vortragenden selbst.
So verschieden wir Menschen sind, so verschieden sind auch die Lehrmethoden unserer Lektoren... manche führen endlos scheinende Monologe und reden ohne Punkt und Beistrich, andere erklären und beleuchten eine Problematik von 10 verschiedenen Seiten, einer schlendert lässig im Hörsaal auf und ab und scheint dabei einen Rekord im Fremdwörterbenutzen aufstellen zu wollen, ein anderer versucht unter Einsatz seines ganzen Körpers uns den Stoff nahezubringen und reisst zwischendurch sogar Witze...
... aber egal ob beamer oder overhead, Mann oder Frau, erste Vorlesung im Morgengrauen (7:30) oder am Abend, alle sind sie voller Begeisterung für ihr Fach und versuchen motiviert und begeistert ihr Wissen zu vermitteln. Und genau das macht Studieren wesentlich sympathischer als so manche Schulstunde.
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